Kleine Chronik


Die Schützengesellschaft Tell 1923 Königstein wurde im Jahre 1923 von Freunden des Schießsports ins Leben gerufen.

Gründungsmitglieder waren:

Schunk Ludwig (†)        Arnold Leonhard (†)
Schunk Michael  (†)   König Hans    (†)
Grötsch Michael (†)   Mayer Ulrich  (†)
Hoffmann Hans (†)   Meidenbauer Georg (†)

          
Ludwig Schunk galt als erster Schützenmeister der Gesellschaft, die sich bei Michael Grötsch, dem das Vereinslokal "Gasthof zum Hirschen" gehörte, regelmäßig traf. Auf den dort eingerichteten Luftgewehrständen konnte "scharf geschossen werden". Die Stände für KK-Gewehre befanden sich am "Bergl", wo schließlich auch ein eigenes Schützenheim entstand.

Die Patenschaft der Schützengesellschaft hatte Tell Sulzbach- Rosenberg übernommen, mit dem 1933 das 10-jährige Gründungsfest begangen wurde. Einem Verband gehörte der "Tell Königstein" nicht an, richtete jedoch zur Pflege der Schützenkameradschaft mit den Nachbarvereinen häufig Freundschaftsschießen aus. Nach dem Ausbruch des 2. Weltkrieges gab es kein Vereinsleben mehr, und es dauerte fast 40 Jahre, bis der Schießsport in Königstein wieder festen Fuß fassen konnte.

So fanden sich am 16.November 1975 im jetzigen Vereinslokal "Kliegel" 23 Freunde des Schießsports zusammen, um eine alte Tradition zu beleben und in der Marktgemeinde wieder eine Schützengesellschaft zu gründen. Dies erfolgte zusammen mit der Wahl eines Vorstandes:

1. Schützenmeister      Anton Schöner (†)
2. Schützenmeister   Hans Puchinger (†) (ab 1976 Franz Hopfengärtner)
Schriftführer   Eberhard Heffler (†) (ab 1976 Klaus Wolkersdorfer)
Kassier   Klaus Luber (ab 1978 Karl Schunk)
1. Schießleiter   Franz Grötsch
Rüstmeister   Leonhard Häberlein (†) (ab 1976 Jakob Herbst)
Jugendleiter        Detlev Schirmacher (nach dessen Ortsveränderung Hans Hanfbauer jun.)
    und vier Beisitzer.

 

Da die Schützengesellschaft auch einen Schießstand brauchte, stellte der damalige Katholische Pfarrer Schwenzl dem Verein im alten Pfarrhaus die Hauskapelle zur Verfügung. Im Jahre 1977 hatte der Verein schon 106 Mitglieder und die Räumlichkeiten im Pfarrhaus erwiesen sich als zu klein.

Eine Lösung bot Schützenbruder Werner Kugler, der den alten Milchhof zur Verfügung stellte. Im Jahre 1978 wurde der Bau einer neuen Schießsportanlage in Angriff genommen. 1980/81 erfolgte der Bau des Schützenheimes. Zur Einweihung des neuen Schießstandes am 13. März 1982 konnte man zahlreiche Ehrengäste begrüßen.
 
Eine  große  Stunde  schlug  für  den  Verein  1983,  dem  Jahr  des  60-Jährigen  Bestehens.  Im Rahmen der 625-Jahrfeier des Marktes Königstein richtete der Verein das Gauschießen aus. Während der Festwoche war Sonntag, der 17. Juni ganz den Schützen gewidmet. Höhepunkt der Veranstaltung war die Fahnenweihe.

Seitdem  ist  der  Schützengesellschaft  nicht  mehr  aus  dem  Leben  der  Marktgemeinde wegzudenken.  Mit  ihren  Uniformen  bereichern  die  Schützen  Veranstaltungen  und  das Gemeindeleben.  Auch  viele  sportliche  Erfolge  auf  Gauebene  konnten  sich  sehen  lassen  und trugen den Namen Königstein hinaus in den Landkreis.